Heilpädagogisches Kinderheim St. Antonius Gersdorf

Wir bieten Kindern und Jugendlichen, die aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr zuhause leben können, ein unterstützendes und entwicklungsförderndes Lebens- und Wohnumfeld. Gemeinsam wollen wir aktiv unsere Stärken und Ressourcen ausbauen und einsetzten.

Geborgenheit

Wir vermitteln menschliche Nähe, einen sicheren Platz und ein Aufgehobensein im Miteinander und in Gemeinschaft.

Wertschätzung

Wir begegnen jedem auf Augenhöhe mit Respekt und Achtung vor der individuellen Biografie und der Lebenswelt eines jeden Einzelnen.

Toleranz

Wir akzeptieren unsere Mitmenschen mit all ihren Stärken und Schwächen.

Unsere Lage

Das Kinderheim befindet sich im Ortsteil Gersdorf, der zur Marktgemeinde Nennslingen gehört.

Man findet uns zwischen den Kreisstädten Weissenburg und Eichstätt, direkt im romantischen Anlautertal in Mittelfranken.

Entspannung und Aktivität inmitten der Natur

Die landschaftlich reizvolle, ländliche Umgebung und das großzügige Außengelände bieten viele Möglichkeiten für Aktivität und Entschleunigung.

Über uns

Leitbild

„Ich bin gekommen, dass sie das Leben haben und es in Fülle haben.“ Joh. 10,10

Ziel unserer Arbeit ist die „sich selbst verwirklichende und voll verantwortliche Persönlichkeit“, der kreative, zu Selbständigkeit und Anpassung fähige, mündige Mensch, der sein Menschsein in personalen Beziehungen aus seinen Fähigkeiten und Möglichkeiten heraus immer neu gestaltet und sich nach dem christlichen Menschenbild verwirklicht.

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In diesem Sinne ist diese Einrichtung der Stiftung Kinderheim Gundelfingen bereit, diese Aufgabe zu sehen, zu gestalten und zu tragen.

In sämtlichen Angeboten ist es erklärtes Ziel, bei den Hilfeempfängern Ressourcen auf- und Defizite abzubauen, indem die positiven Eigenkräfte als Schutzfaktoren mobilisiert und problematische Risikopotenziale minimiert werden.

Wohngruppen in Gersdorf

Am Standort Gersdorf leben die uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen in 4 vollstationären Wohngruppen. In den Gruppen Limes, Fossil, Jura und Ammonit haben wir jeweils Platz für 8 Kinder und Jugendliche.

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Entwicklungs- und situationsabhängig stehen Einzel- und Mehrbettzimmer zur Verfügung. Im Alltag orientieren wir uns an familiären Strukturen und Rahmenbedingungen. Unsere pädagogische Arbeit ist getragen von dem Bemühen, den Kindern menschliche Begleitung, Wärme, Geborgenheit und die intensive fachliche Hilfe zu geben, damit sie ihr persönliches Potential entfalten und eine eigenständige und gestärkte Persönlichkeit entwickeln können.

In der Gruppe leben wir in gegenseitiger Wertschätzung, Akzeptanz und Offenheit. Wir begegnen uns auf Augenhöhe und versuchen, mit unseren Werthaltungen ein Vorbild zu sein.


Außenwohngruppe Weißenburg

In unserer AWG in Weißenburg leben bis zu 8 Jugendliche und junge Erwachsene ab einem Alter von 14 Jahren zusammen.

Das pädagogische Ziel der AWG ist vorrangig die Verselbständigung und Vorbereitung auf den Auszug in eine eigene Wohnung.

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Für die BewohnerInnen stehen geräumige Einzelzimmer zur Verfügung, die gemeinsam mit den MitarbeiterInnen individuell gestaltet werden können. 

Betreuung und Qualität

Wir sind ein charakterstarkes Team von PädagogInnen, TherapeutInnen, Verwaltungs- und Hauswirtschaftskräften sowie ehrenamtlichen MitarbeiterInnen. Auch werden wir unterstützt durch die Mitarbeit der Franziskanerinnen des Konvents Kalzhofen.

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Unsere MitarbeiterInnen stehen für Verlässlichkeit, Engagement und Herz.

Unsere Haltung ist getragen durch das christliche Menschenbild. Jedem Menschen begegnen wir unabhängig von Religion oder Nationalität respektvoll und achtsam. Mit moderner Professionalität greifen wir die aktuelle Situation der uns anvertrauten Kinder und die damit verbundenen Probleme und Ressourcen auf. Für uns steht der individuelle Förderbedarf jedes einzelnen Kindes im Fokus.


Je nach Indikation können spezielle Therapien im Haus oder externe Therapien in Anspruch genommen werden, dazu zählen Erlebnispädagogik, Psycho-, Ergo und Spieltherapie, tiergestützte Therapie, Reittherapie, logopädische Behandlung oder Krankengymnastik.


Reittherapie

Die pferdegestützte Pädagogik ist seit Anfang der Achtziger Jahre fester Bestandteil des therapeutischen Angebots im Kinderheim St. Antonius Gersdorf.

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1979 bekamen die Dillinger Franziskanerinnen des Kinderheims ein Pony geschenkt, um den dort lebenden Kindern eine Freude zu machen. Schwester Ines erkannte alsbald den therapeutischen Wert dieses Tieres und integrierte die Versorgung des Ponys in den Heimalltag. Nach einer Weiterbildung bei der SG-ThR wurde das Heilpädagogische Reiten konzeptionell fest verankert. Die pferdegestützten Interventionen wurden ausgebaut und fachlich angepasst.

Das Gelände des Haus St. Antonius und die unmittelbare Umgebung bieten eine hervorragende Grundlage zum Einsatz von Pferden in der pädagogischen und psychologischen Arbeit. Die derzeit drei Therapiepferde ermöglichen den Kindern und Jugendlichen gänzlich wertungsfreie Begegnungen und direkte Kommunikation auf nichtsprachlicher Ebene.

Die Pädagogin/Psychologin dient während der Einheit als Vermittler zwischen Pferd und Kind und erhält somit die Möglichkeit korrigierend auf die erlernten Beziehungserfahrungen des Einzelnen zu wirken.

Erlebnispädagogik

Die Erlebnispädagogik wird als ergänzendes Element zur heilpädagogischen Arbeit und zur Erreichung der Ziele nach dem Leitbild betrachtet. Es ergeben sich daraus wichtige Synergieeffekte und Impulse bzgl. der Persönlichkeitsentwicklung der Kinder, aber auch im Bereich des sozialen Lernens.


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Zwei Erlebnispädagogen bieten fortlaufend entsprechende Angebote im Bereich Klettern, Kanufahren, Orientierungsläufe etc. an und gestaltet erlebnispädagogische Freizeiten.

Die Kletterwand in der Turnhalle und das üppige Gelände, sowie die gute Erreichbarkeit von geeignetem Gelände, bieten gute Voraussetzungen zur Umsetzung der erlebnispädagogischen Arbeit.

Geschichte

Die Wurzeln des Kinderheims Gersdorf reichen bis ins Jahr 1927 zurück.

Nach dem Tod dreier Söhne schenkte das Ehepaar Schmidt ihren Bauernhof, das “Kastler`sche“ Anwesen, den Dillinger Franziskanerinnen. Die sechs Töchter der Familie waren bereits in den Orden eingetreten Die Schwestern sollten sich in Gersdorf um arme Kinder kümmern.

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Im November 1928 konnte bereits das neu gebaute Kinderheim an der Biburger Straße bezogen werden.

Am 13.09.1954 wurde die Heimschule in Gersdorf eröffnet – sie zählte bereits zu Anfang 28 Schüler.

In den 1970`er Jahren bekam das Kinderheim den heilpädagogischen Status – es wurde damit begonnen heilpädagogisch/therapeutisch mit den Heimkindern zu arbeiten.

Im Jahr 2013 änderte sich die Trägerschaft der Einrichtung – das Kinderheim Gersdorf wird ein Teil der Stiftung Kinderheim Gundelfingen.

Unser Angebot

Stationäre Leistungen / Teilstationäre/ambulante Angebote
  1. Heilpädagogische Wohngruppen für Kinder und Jugendliche
  2. Aufnahme von unbegleiteten Minderjährigen
  3. Inobhutnahmestelle für Kinder und Jugendliche
  4. Kurzzeitunterbringungen für Kinder und Jugendliche
  5. Betreutes Wohnen für Jugendliche und junge Volljährige
  6. Ambulante Erziehungshilfe
Gruppenübergreifende Angebote

Wir wollen Kindern dabei unterstützen, ihre Stärken zu entdecken. Hierbei helfen unsere regelmäßig stattfindenden Angebote:


  1. Fußballgruppe
  2. Kreativgruppe
  3. Kneippgruppe
  4. Erlebnispädagogik
  5. … und vieles mehr!
Inobhutnahme

Bei akuten Not- und Krisensituationen in Familien sind wir in der Lage, Kindern oder Jugendlichen innerhalb kürzester Zeit einen Platz in unserer Einrichtung bereitzustellen. Parallel zum geschützten Aufenthalt bei uns läuft dann unter Einbeziehung aller Betroffenen die weitere Hilfeplanung.

Kurzzeitunterbringung

Bei aktuellen Veränderungen im Familiensystem, bei denen eine kurzzeitige Fremdunterbringung zur Klärung hilfreich ist, können Kinder und Jugendliche auch vorübergehend bei uns wohnen.

Elternarbeit

Jugendhilfe ist Familienhilfe. Die Eltern und Familien der von uns betreuten Kinder und Jugendlichen sind für uns immer beides: Hilfeempfänger und Helfer.

Für eine vertrauensbildende und effektive (Zusammen-) Arbeit mit den Familien leiten uns folgende Aspekte:


  1. Unsere Informationspflicht gegenüber den Eltern wahrnehmen. Eltern haben ein Recht auf Information und auf Einblick in all das, was mit ihrem Kind bei uns geschieht. Transparenz schafft Vertrauen.
  2. Sich der aktuellen Lebenssituation der Familie stellen und versuchen, diese mit ihren Augen zu sehen. Das heißt, die Sorgen und Probleme, so wie sie die Familie definiert, ernst nehmen.
  3. Die Kräfte der Familie aktivieren und Möglichkeiten schaffen, diese auszuprobieren und einzubringen. Damit die Eltern die Gewissheit haben, selbst etwas tun zu können.
  4. Unsere Erwartungen an die Eltern klar und offen formulieren, ihre Verantwortung und Mitwirkung am Hilfeprozess konkret einfordern und sie dabei unterstützen.
  5. Eltern und Familie durch regelmäßige Besuche im Kinderheim und Teilnahme an Festen in den Kinderheimalltag einzubeziehen.

Fragen & Antworten

Wer ist unsere Zielgruppe?

Wir nehmen Kinder ab drei Jahren und Jugendliche auf.

Was sind unsere Ausschlusskriterien?

Die Maßnahme ist nicht geeignet für Kinder und Jugendliche


  1. mit extremen psychischen Störungen, die eine Betreuung in therapeutischen Einrichtungen erfordern oder überwiegend psychiatrischer Hilfestellung bedürfen
  2. mit manifester Suchterkrankung
  3. mit massiv verfestigter Delinquenz
  4. mit einer geistigen oder schwerwiegenden körperlichen Behinderung


Was sind unsere Ziele?

Selbständigkeit und Eigenverantwortung, Gemeinschaftsfähigkeit sowie Leistungsfähigkeit zu fördern sind vorrangige Ziele. Im Mittelpunkt des täglichen Handelns steht die Stärkung der Persönlichkeit.


Wie erreichen wir unsere Ziele?

Die jeweilige Maßnahme orientiert sich an den Bedürfnissen des Kindes bzw. des Jugendlichen und dessen Familie und Lebenssituation. Sie gestaltet sich somit individuell und flexibel.

Um die individuellen Ziele zu erreichen, bieten wir neben der grundlegenden Alltagsstruktur verschiedenste pädagogische Projekte wie Erlebnispädagogik, heilpädagogische Gruppenarbeit usw. an.


Aktuelles aus dem Kinderheim

mehr aktuelle Meldungen

Spenden und Unterstützen

Jede Geld- und Sachspende kommt direkt den Kindern und Jugendlichen zugute, die wir betreuen, und zeigt zugleich Anerkennung für unsere Arbeit. Wir sind Ihnen für jede Art der Unterstützung von Herzen dankbar!


Spendenkonto:

Stiftung Kinderheim Gundelfingen

Sparkasse Mittelfranken Süd

IBAN: DE36 7645 0000 0231 3708 83


Hinweis: Die Stiftung Kinderheim Gundelfingen ist als rechtsfähige öffentliche Stiftung des bürgerlichen Rechts anerkannt. Spenden sind daher steuerlich absetzbar.


DANKE

Unsere Ansprechpartner

Patric Sedelmeier
Heimleitung
Agnes Koss
Stellv. Heimleitung, Fachdienst
Nadine Bachmaier
Fachdienst